Versäumte Termine kosten Zahnärzte mehrere tausend Euro im Jahr

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Was kosten versäumte Termine jeden einzelnen Inhaber einer Zahnarztpraxis?
Diese Frage ergab sich nach meinem in der “Zahnarzt Wirtschaft Praxis” (ZWP) veröffentlichten Beitrag “Terminausfälle und deren wirtschaftliche Auswirkungen“, der die Situation für Zahnarztpraxen, in der mehr als ein Zahnarzt beschäftigt sein kann, beleuchtete.

Im Jahrbuch 2014 der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung (KZBV) werden für das Jahresende 2011 bundesweit 44.571 Zahnarztpraxen ausgewiesen – davon 36.233 Einzelpraxen. Der Einnahmen-Überschuss betrug durchschnittlich 130.411 Euro je Praxisinhaber. 1

Wurden nur fünf Prozent der vereinbarten Termine nicht von Patienten wahrgenommen, entging einem Praxisinhaber (kalkulatorisch) ein Einnahmen-Überschuss in Höhe von 6.863,74 Euro. Betrachtet man die Situation bei einer Ausfallquote von zehn Prozent, entsprach dies 14.490,11 Euro weniger Einnahmen-Überschuss. Bei einer Ausfallquote von 15 Prozent bedeutet dies Einbußen in Höhe von 23.013,71 Euro. 2

Entgangener Einnahmen-Überschuß auf Basis der Zahlen der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung

Von bundesweit 42.383 Zahnarztpraxen waren im Jahr 2011 laut des Berichts “Kostenstruktur bei Arzt- und Zahnarztpraxen sowie Praxen von psychologischen Psychotherapeuten” des Statistischen Bundesamtes 32.681 Praxen als Einzelpraxis gemeldet. Die Statistiker ermittelten hier einen durchschnittlichen “Reinertrag” von 139.000 Euro je Praxisinhaber. 3

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Auf Basis einer Ausfallquote von fünf Prozent entging einem Praxisinhaber ein Reinertrag in Höhe von 7.315,79 Euro. Bei einer Ausfallquote von zehn Prozent ergab dies 15.444,44 Euro weniger Reinertrag. 15 Prozent nicht wahrgenommener Termine hatten kalkulatorisch Einbußen in Höhe von 24.529,41 Euro zur Folge. 4

Reinertrag-Einbußen auf Basis des Statistischen Bundesamtes

Wie die Einführung eines Terminerinnerungswesens die wirtschaftlichen Auswirkungen nicht wahrgenommener Termine verringern – und damit die Einnahmen und den Reintertrag erhöhen – kann, zeigt Ihnen der Ratgeber “Terminerinnerung in Arztpraxen”.

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Quellen:
1 Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV), “Jahrbuch 2014 – Statistische Basisdaten zur vertragszahnärztlichen Versorgung”, Online im Internet: <http://www.kzbv.de/kzbv-jahrbuch-2014.download.b0917e0f93f186981ae45208535d40a6.pdf>, Abrufdatum: 19.03.2015
2 Berechnungen: 130.411 Euro / (100 % – 5 %) – 130.411 Euro = 6.863,74 Euro, 130.411 Euro / (100 % – 10 %) – 130.411 Euro = 14.490,11 Euro bzw. 130.411 Euro / (100 % – 15 %) – 130.411 Euro = 23.013,71 Euro
3 Statistisches Bundesamt, “Unternehmen und Arbeitsstätten – Kostenstruktur bei Arzt- und Zahnarztpraxen sowie Praxen von psychologischen Psychotherapeuten – 2011”, 29.08.2013, Online im Internet: <https://www.destatis.de/DE/Publikationen/Thematisch/Dienstleistungen
Finanzdienstleistungen/KostenStruktur/KostenstrukturAerzte2020161119004.pdf>, Abrufdatum: 19.03.2015
4 Berechnungen: 139.000 Euro / (100 % – 5 %) – 139.000 Euro = 7.315,79 Euro, 139.000 Euro / (100 % – 10 %) – 139.000 Euro = 15.444,44 Euro bzw. 139.000 Euro / (100 % – 15 %) – 139.000 Euro = 24.529,41 Euro

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