5 – 15 % der vergebenen Arzttermine werden nicht wahrgenommen!

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Erscheint ein Patient nicht zu seinem Termin, wird dies häufig von Praxisinhabern und Mitarbeitern hingenommen, als ein – wenn auch ärgerlicher – Einzelfall gesehen und nicht weiter berücksichtigt. Mancher ist sogar froh, wenn der Ausfall eine Verschnaufpause an einem termingedrängten Behandlungstag mit sich bringt.

Betrachtet man jedoch die Zahlen genauer und summiert die vermeintlichen “Einzelfälle”, gelangt man oft zu einer beachtlichen Anzahl von Terminausfällen im Monat, die Betreiber oder Inhaber von Praxen und Kliniken in erster Linie sehr viel Geld in Form von Umsatzausfällen kosten.

So kam auch die Kassenärztlichen Vereinigung Mecklenburg-Vorpommerns im August 2014 nach einer Umfrage zu dem Ergebnis: “Fünf bis zehn Prozent der vergebenen Termine werden von Patienten nicht wahrgenommen”. 1

Die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns ermittelte 2013 in einer Umfrage bei rund einem Drittel der 400 befragten Ärzte eine Ausfallquote von 5 – 10 %.
20 % der Befragten gaben an, dass 10 – 15 % der vereinbarten Termine nicht wahrgenommen werden. 2

Die Auswirkungen treffen dabei Patienten und Arztpraxen glei­cher­ma­ßen:

  • unnötige Verzögerungen bei Behandlungen oder Untersuchungen von Patienten
  • Verschärfung der Terminenge, die sich auch zum Nachteil anderer Patienten auswirkt
  • wirtschaftlicher Schaden für die Praxis und Praxisinhaber

Die Lösung: Patienten an Termine erinnern

Berücksichtigt man zudem die Gründe für nicht wahrgenommene Termine, zeigt sich, dass durch die Einführung von Terminerinnerungen die Quote nicht erscheinender Patienten deutlich gesenkt werden kann. Der Aufwand hierfür ist kostentechnisch fast zu vernachlässigen und führt in der Erfolgsrechnung sofort zu spürbaren positiven Effekten.

So konnten von mir betreute Praxen in Deutschland die Ausfälle um bis zu 82 % senken. Dabei nehmen 88 % der Patienten den Service gerne in Anspruch und sprechen darüber in ihrem Freundes- und Kollegenkreis.

Wie steht es um Terminausfälle in Ihrer Praxis?
Notieren Sie sich für einen Monat die Anzahl und ursprünglich geplante (Behandlungs-)Dauer der ausfallenden Terminen sowie die Gründe der Nicht-Erscheiner, sprich Patienten, die ohne Absage einen Termin nicht wahrgenommen haben.

Wie auch Sie ein Terminerinnerungswesen in Ihrer Praxis einführen, zeigt Ihnen der Ratgeber “Terminerinnerung in Arztpraxen”.

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Quellen:
1 Kassenärztliche Vereinigung Mecklenburg-Vorpommern, “Pressemitteilung: Umfrageergebnisse zur Termintreue in Mecklenburg-Vorpommern”, 14.08.2014
2 Kassenärztliche Vereinigung Bayerns, “KVB-Umfrage offenbart mangelnde Termintreue vieler Patienten”, 23.12.2013

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